Aktuelles

Ausstellung über Fürst Franz endet am Sonntag

Zwei Begleitveranstaltungen im Angebot

Die Ausstellung „Der Fürst in seiner Stadt. Leopold Friedrich Franz und Dessau“ in der Orangerie und im Fremdenhaus beim Schloss Georgium ist nur noch in dieser Woche zu sehen und endet am kommenden Sonntag. Sie zeigt anhand von Originalexponaten, Modellen und Inszenierungen, in welch vielfältiger Weise sich Fürst Franz in die Politik, in das wirtschaftliche und kulturelle Leben, in die bauliche Substanz und in das Gedächtnis seiner Residenzstadt Dessau eingegraben hat. Schwerpunkte der Ausstellung sind die Gestaltung von Schloss und Marienkirche, das Regierungsjubiläum von 1808, die beiden Franz-Standbilder in Dessau und das Verhältnis von Hof und Stadt.

In dieser letzten Woche werden zwei Begleitveranstaltungen angeboten: Zunächst findet am Dienstag, dem 17. Oktober 2017, um 19.00 Uhr, ein Vortrag von Reinhard Melzer (Dessau-Roßlau) zum Thema „Fürst Franz und der Fürstenbund“ statt.

Bei der zweiten Begleitveranstaltung handelt es sich um die Jahrestagung der Historischen Kommission für Sachsen-Anhalt, die zahlreiche Vorträge zum Thema „Unser Franz – Repräsentation und Rezeption von Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau“ bereithält. Sie tagt am Samstag, dem 21. Oktober 2017, ab 10.00 Uhr. Veranstaltungsort für beide Angebote ist der Archivverbund Dessau, Heidestraße 21 (Alter Wasserturm). Der Eintritt ist jeweils frei.

Die Ausstellungsmacher halten ein weiteres besonderes Angebot bereit: Am Samstag, dem 21. Oktober 2017, wird die Öffnungszeit der Fürst-Franz-Ausstellung bis 20.00 Uhr verlängert. Wer die Ausstellung noch nicht gesehen hat, sollte diese letzten Gelegenheiten zu einem Ausstellungsbesuch unbedingt nutzen.

Begleitveranstaltungen:

17. Oktober 2017, 19.00 Uhr
Fürst Franz und der Fürstenbund
Archivverbund Dessau, Heidestraße 21 (Alter Wasserturm)
Reinhard Melzer (Dessau-Roßlau)
Vortrag

21. Oktober 2017, 10.00 Uhr
Unser Franz – Repräsentation und Rezeption von Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau
Archivverbund Dessau, Heidestraße 21 (Alter Wasserturm)
Kolloquium/Jahrestagung der Historischen Kommission für Sachsen-Anhalt

Hierzu ist ein gesondertes Programm erschienen.

Musik, Theater und Lesung für den Fürsten Leopold Friedrich Franz

Die Stadt Dessau-Roßlau und das Land Anhalt würdigen den Fürsten Leopold Friedrich Franz anlässlich seines 200. Todestages mit der Ausstellung „Der Fürst in seiner Stadt. Leopold Friedrich Franz und Dessau“ in der Orangerie und im Fremdenhaus beim Schloss Georgium. Im Rahmen dieser Ausstellung wird ein umfangreiches Begleitprogramm angeboten. Ein besonderer Höhepunkt dieses Begleitprogramms wird die Veranstaltung am Dienstag, 26. September 2017, um 17:00 Uhr im Rangfoyer des Anhaltischen Theaters sein.

Persönlichkeiten unserer Stadt wie Oberbürgermeister Peter Kuras, der Generalintendant des Anhaltischen Theaters Johannes Weigand, der Stadtratsvorsitzende Lothar Ehm und der ehemalige Oberbürgermeister Klemens Koschig werden Texte zum Fürsten aus den Jahren zwischen 1793 und 1917 vortragen und so ein Bild von der faszinierenden Persönlichkeit des Fürsten entwerfen. Die Schülertheatergruppe des Gymnasiums Francisceum bietet eine theatralische Annäherung an den Fürsten. Mit Werken von Mozart und Beethoven wird dieses Programm musikalisch begleitet. Dabei erklingt ein selten gespieltes Lied von Wolfgang Amadeus Mozart, das einen direkten Bezug zu Anhalt und dem Fürsten Franz hat. Es spielt und singt Kristina Baran (Mezzo-Sopran) und Thomas Benke (Klavier). Zu dieser Veranstaltung sind alle interessierten Bürger eingeladen, aber auch die Schüler und Lehrer unserer Schulen.

Veranstalter:
Stadtarchiv Dessau-Roßlau

Vortrag im Archivzentrum Dessau

21. September 2017

Prof. Dr. med-habil. Hans-Dieter Göring

Die Krankheiten Martin Luthers

Es gibt wohl keine bedeutende Persönlichkeit aus dem ausgehenden Mittelalter, über deren Krankheiten man so viel weiß wie bei Luther. Martin Luther pflegte eine ausgiebige Korrespondenz und war fast immer von zahlreichen Freunden umgeben, die ausführlich über alle Unterhaltungen und Beobachtungen berichteten. Diese Berichte sind veröffentlicht und gut zugänglich. Martin Luther hatte Ohnmachtsanfälle und litt unter anderem an Tinnitus und einer Erkrankung des Innenohrs. Welche Krankheiten sind noch nachweisbar? Und woran ist der Reformator am 17. Februar 1546 gestorben? Hierüber gibt Prof. Dr. med-habil. Hans-Dieter Göring aus Dessau-Roßlau in einem Vortrag Auskunft, der am Donnerstag, 21. September 2017, um 19.00 Uhr im Archivverbund Dessau (Alter Wasserturm) in der Heidestraße 21 stattfindet. Veranstalter ist der Verein für Anhaltische Landeskunde. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen! Der Eintritt ist frei.

Veranstalter:
Verein für Anhaltische Landeskunde, Regionalgruppe Dessau

Vortrag und Buchvorstellung im Archivzentrum Dessau

19. September 2017

Professor Detlef Jena

Goethe, Weimar und das Dessau-Wörlitzer Gartenreich

„Die Anlage eines damals einzigen Parks, der Geschmack zur Baukunst, welchen von Erdmannsdorf durch seine Tätigkeit unterstützte, alles sprach zu Gunsten eines Fürsten, der, indem er durch sein Beispiel den übrigen vorleuchtete, Dienern und Untertanen ein goldnes Zeitalter versprach.“

Johann Wolfgang von Goethe

Sieben Besuche hat Goethe der Fürstenresidenz Anhalt-Dessau zwischen 1776 und 1797 abgestattet. Den berühmten Wörlitzer Park hat er dabei viermal besucht. Durch den Wörlitzer Park ging er: „Wie im Vorüberschweben eines leisen Traumbilds“.

Wann hat Goethe diesen Satz geprägt und warum hat er ihn gerade so formuliert? Dachte er nur an das vergötterte Idol des Kunsthistorikers Winckelmann? Sprach hier der Dichter, der Liebhaber oder der Staatsdiener? Was hat ihn überhaupt in das damals bereits weit gepriesene Gartenreich Wörlitz und zu dessen Schöpfer Fürst Leopold Friedrich Franz von Anhalt-Dessau getrieben? Was hat den lieblichen Weimarer „Musenhof“ mit der Kunstlandschaft am Elbstrom verbunden? In seinem Buch, das er am 19. September 2017 um 19.00 Uhr im Archivverbund Dessau, Heidestraße 21 (Alter Wasserturm), vorstellt, erzählt Professor Detlef Jena aus Schkölen eine spannende Geschichte voller Überraschungen und mit Erkenntnissen, die man bei dem scheinbar von allen Seiten durchforschten Goethe kaum noch vermutet!

Zu dieser Begleitveranstaltung zur Ausstellung „Der Fürst in seiner Stadt. Leopold Friedrich Franz und Dessau“ sind alle Interessenten herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Vortrag im Archivzentrum Dessau

12. September 2017

Ludwig Trauzettel

Pflege und Restaurierung im Gartenreich Dessau-Wörlitz zwischen 1979 und 2016


Fast vier Jahrzehnte lang hat Ludwig Trauzettel als Gartendirektor der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz gewirkt. Sein besonderes Verdienst liegt in der Restaurierung der ursprünglichen Sichtbeziehungen vor allem im Wörlitzer Park. Viele Schwierigkeiten mussten dabei überwunden werden. Jeder Parkbesucher kann sich heute aber mit eigenen Augen davon überzeugen, wie sehr sich diese Anstrengungen gelohnt haben. So ist es auch der Arbeit von Ludwig Trauzettel zu verdanken, dass das Gartenreich Dessau-Wörlitz im Jahr 200 in das UNESCO-Welterbe aufgenommen wurde. In seinem Vortrag „Pflege und Restaurierung im Gartenreich Dessau-Wörlitz zwischen 1979 und 2016“ gibt Ludwig Trauzettel einen tiefen und lebendigen Einblick in seine Tätigkeit als Gartendirektor.

Die Veranstaltung findet am 12. September 2017 um 19.00 Uhr im Archivverbund Dessau, Heidestraße 21 (Alter Wasserturm) statt. Es handelt sich um eine Begleitveranstaltung zur Ausstellung „Der Fürst in seiner Stadt. Leopold Friedrich Franz und Dessau“.

Viele Besucher zum Tag des offenen Denkmals

10. September 2017

Über 270 Besucher kamen am Tag des offenen Denkmals 2017 in die Ausstellung „Der Fürst in seiner Stadt – Leopod Friedrich Franz und Dessau“.

Vortrag im Archivzentrum Dessau

31. Aug. 2017

Dr. Frank Kreißler

Was Fürst Franz speiste.

Welche Speisen und Getränke mochte Fürst Leopold Friedrich Franz von Anhalt-Dessau besonders gern? Was gelangte überhaupt auf die fürstliche Tafel? Wie wurden die Speisen zubereitet? Woher stammten die Zutaten? Diese und weitere Fragen rund um die kulinarischen Genüsse am Hof des Fürsten Franz stellt der Leiter des Stadtarchivs Frank Kreißler in den Mittelpunkt seines Vortrags „Was Fürst Franz speiste“. Die Veranstaltung fand am 31. August 2017 um 19.00 Uhr im Archivverbund Dessau, Heidestraße 21 (Alter Wasserturm) statt. Es handelt sich um eine Begleitveranstaltung zur Ausstellung „Der Fürst in seiner Stadt. Leopold Friedrich Franz und Dessau“. Die Besucher der Veranstaltung werden auch noch einmal Gelegenheit zur Verkostung der „Franz-Brezel“ haben. Diese vom Dessauer Konditormeister Oliver Schieke in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv entwickelte süße Köstlichkeit basiert auf einem Rezept für eine Brezel aus Hefeteig und Mandeln, die auch von Fürst Franz am Dessauer Hof gegessen wurde.

Vortrag über das Franz-Denkmal im Georgengarten

17. August 2017

Professor Dr. Heinrich Dilly

Für ein Grundrecht auf Frieden. Ein frühes Monument für Leopold Friedrich Franz von Anhalt-Dessau

Zwischen 1780 und 1788 ließ Prinz Johann Georg im Georgengarten eine Statue seines Bruders Fürst Leopold Friedrich Franz aufstellen. Nicht als weitsichtiger Feldherr, wie andere Fürsten sich oft darstellen ließen, nein, als römischer Bürger mit einer Toga bekleidet stand Fürst Franz auf dem Postament. Eine Schriftrolle in der linken Hand sollte seine Gelehrsamkeit andeuten und seine rechte den antiken Gestus des Opferns ausführen. Mit der Aufstellung dieser Statue waren ganz bestimmte Absichten verbunden. Hierüber sowie über das Schicksal der Statue, die 1946 zerschlagen wurde und verschwand, seit der vergangenen Woche aber wieder auf dem alten Sockel steht, spricht Professor Dr. Heinrich Dilly (Halle/Saale) in einem Vortrag unter dem Titel „Für ein Grundrecht auf Frieden. Ein frühes Monument für Leopold Friedrich Franz von Anhalt-Dessau“. Die Veranstaltung fand am 17. August 2017 um 19.00 Uhr im Archivverbund Dessau, Heidestraße 21 (Alter Wasserturm), als Begleitveranstaltung zur Ausstellung „Der Fürst in seiner Stadt. Leopold Friedrich Franz und Dessau“ statt.

Vortrag und Buchvorstellung im Johannbau

11. August 2017

Dr. Anna Franziska von Schweinitz

Vom Unglück der nichtehelichen Geburt

Im Mittelpunkt der ersten Veranstaltung im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung „Der Fürst in seiner Stadt. Leopold Friedrich Franz und Dessau“ steht die Biografie von Franz Graf von Waldersee, vorgelegt von Dr. Anna Franziska von Schweinitz aus München unter dem Titel „Waldersee und Vater Franz. Vom Unglück der nichtehelichen Geburt“. Das Buch ist soeben im Verlag Janos Stekovics erschienen. Die Veranstaltung findet am 11. August 2017 um 19.00 Uhr im Museum für Stadtgeschichte Dessau (Johannbau) statt.

Franz von Waldersee war ein nichtehelich geborener Sohn des Fürsten Leopold Friedrich Franz von Anhalt-Dessau. Der Makel seiner nichtehelichen Geburt quälte Franz von Waldersee zeitlebens, wie die Anna Franziska von Schweinitz in ihrem Buch anhand reichhaltiger Quellen aus dem Nachlass des Grafen deutlich machen kann. Auf dieser hervorragenden Quellenbasis breitet die Autorin sehr tiefgründig und pointiert die Beziehung von Sohn und Vater aus, bereichert aber gleichzeitig unser Wissen über Fürst Franz um viele bisher unbekannte Facetten sowohl über das Privatleben des Fürsten als auch über dessen Regierungspolitik und über den Kreis der Menschen, die das Dessau-Wörlitzer Reformwerk mitgestalteten.

Veranstalter:

Stadtarchiv Dessau-Roßlau
Museum für Stadtgeschichte Dessau

„Franz-Brezel“ wird vorgestellt

3. Aug. 2017

Vor 200 Jahren, am 9. August des Jahres 1817, starb Leopold Friedrich Franz, Fürst von Anhalt- Dessau, an den wir uns heute als „Vater Franz“, als aufgeklärter Regent, als liberaler, tatkräftiger Landesreformer und Schöpfer des Dessau-Wörlitzer Gartenreichs erinnern. Anlässlich des 200. Todestages finden zahlreiche Veranstaltungen statt, zusammengefasst unter dem Motto „Fürst-Franz-Sommer 2017“. Als ein Höhepunkt wird am 10. August 2017 um 17 Uhr in der Orangerie beim Schloss Georgium die Ausstellung „Der Fürst in seiner Stadt. Leopold Friedrich Franz und Dessau“ eröffnet. Passend zu diesen vielen Aktivitäten zum Gedenken an den Fürsten Franz wird nun auch kulinarisch an den Fürsten erinnert – mit einer „Franz-Brezel“.

Leopold Friedrich Franz war ein Feinschmecker, der durchaus auch gern an einer üppig gedeckten Tafel saß. Das Stadtarchiv Dessau-Roßlau hat mit dem Ende 2016 erschienenen Band „Was Fürst Franz speiste“ die kulinarischen Genüsse am Dessauer Hof, die Herkunft der Zutaten und die Zubereitung der dort gegessenen Speisen beleuchtet. Auch einige Rezeptbeispiele aus dem 1796 vom fürstlichen Koch Franz Otto Müller herausgegebenen Kochbuch „Gründlicher Unterricht in der feinen Kochkunst“ lassen sich in dem Band finden.

Eines dieser Rezepte hat nun der Dessauer Konditormeister Oliver Schieke in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Dessau-Roßlau aufgegriffen. Es handelt sich um das Rezept für eine Brezel aus Hefeteig und Mandeln, die auch von Fürst Franz am Dessauer Hof gegessen wurde. Entstanden ist eine süße Köstlichkeit, die Oliver Schieke als „Franz-Brezel“ in seinen Ladengeschäften anbieten wird. Die „Franz-Brezel“ wird am Donnerstag, 3. August 2017, um 16.00 Uhr in der Orangerie beim Schloss Georgium öffentlich vorgestellt und kann selbstverständlich auch verkostet werden. Vertreter der Presse und alle interessierten Bürger sind hierzu herzlich eingeladen.

Ausstellung

Federführung: Frank Kreißler
Kurator: Reinhard Melzer
Konzept: Andreas Pečar, Paul Beckus, Andreas Erb, Reinhard Melzer, Frank Kreißler
Bildredaktion und Reproduktion: Sven Hertel

Katalog

Herausgeber: Andreas Pečar und Frank Kreißler für die Stadt Dessau-Roßlau
Redaktion: Frank Kreißler
Assistenz: Fabian Schubert, Antje Geiger
Entwurf Titelbild und Bildredaktion: Sven Hertel